Forschung

Im Labor I211 sind Versuchsstände aufgebaut, um das elektrochemische Korrosionsverhalten zu messen sowie Immersions- und Bioaktivitätstests durchzuführen. Des Weiteren bietet das Labor einen neuen Inkubator, in dem neben der Temperatur auch die Atmosphäre eingestellt werden kann, und der aus technischen Gründen im Labor I208 aufgestellt wurde.

Oberflächen von Implantatmaterialien können mit einem Kontaktwinkelmessgerät untersucht werden. Weitere Untersuchungen  werden in Zusammenarbeit mit dem RCBE im Labor C102 mittels Laserscanning Mikroskop und mikro-CT durchgeführt, um Oberflächenmodifikationen sowie fortschreitende Korrosion zu beobachten und zu charakterisieren. Die Metallographie bei Prof. Hammer im Labor C102 kann nach Absprache für die Präparation der Proben genutzt werden.

Klassische elektrochemische Messzelle

Aktuelle Forschungsaktivitäten

Mg-Legierungen

sind vielversprechende Werkstoffe für den Einsatz als medizinische temporäre Implantatmaterialien. Zentrale Herausforderung ist die Kontrolle des Degradations- bzw. Korrosionsverhaltens. Zusammenarbeit besteht mit der Firma Biotrics in Berlin sowie mit HZG in Geesthacht, die das Labor mit Proben versorgen.

Bioaktivität einer Probe aus Mg-Legierung WE43, dargestellt am Laser-Scanning Mikroskop

mikro-CT Aufnahme eines Zahnstumpfes

Modell Dentalbrücke

In Zusammenarbeit mit Prof. Rosentritt, Zahnklinik Uniklinik Regensburg, werden Modelle von Dentalbrücken einschließlich der Zahnpfosten und Kiefer entwickelt, die als Grundlage für Brückenbruchtests und vergleichende Kautests eingesetzt werden

Infiltration von Knorpel mit Hydrogel

In Zusammenarbeit mit Frau Prof. Grässel, Orthopädie Uniklinik Regensburg, werden osteoarthritische Knorpel mit Hydrogelen infiltriert, um die mechanische Stabilität des Knorpelgewebes zu erhöhen. Versuche wurden bisher in den Laboren im Biopark durchgeführt.

Elektrolytisches Polieren

ist ein bekanntes Verfahren, um komplexe Bauteile zu polieren. Dabei verändern sich die Oberflächen- und Korrosionseigenschaften sowie Keimanhaftung. In Zusammenarbeit mit Prof. Noster und Prof. Schratzenstaller wurde ein Versuchstand errichtet, um 316L Proben zu bearbeiten. Ziel ist die nach der Behandlung veränderten Eigenschaften zu charakterisieren und weitere Anwendungen zu entwickeln.

pH-Sonden

Für die während des Korrosionsverhaltens von Mg-Materialien auftretenden pH-Wert-Änderungen werden in Zusammenarbeit mit der Firma Presens Regensburg die Einsatzfähigkeit spezieller pH-Sonden getestet.

3D-Druck

Das Max Planck Institut für die Physik des Lichts in Erlangen (Prof. Christiansen) baut in Zusammenarbeit mit dem Labor Biomaterialien 3D-Drucker für die Herstellung von Keramikrohlingen aus Schlickern. Derzeitiger Stand ist, dass ein Niveau­sensor konzipiert, eingebaut und in die Software des 3D‑Druckers integriert wurde.